Tag 15: Fahrt durch die Black Hills, Mt. Rushmore

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Motorradfans fahren nach dem Frühstück noch 14 Meilen von Deadwood in die Motorrad-Hauptstadt Sturgis, wo jährlich das wohl berühmteste Motorrad-Festival der Welt stattfindet (Sturgis Motorcycle Rally) und sich zigtausende Harley-Davidson-Fahrer ein Stelldichein geben. Leider war ich zwei Wochen zu früh dran und konnte nur die Aufbauarbeiten für das Festival wahrnehmen. Außerhalb der Festival-Zeit gibt es in Sturgis nicht viel zu bestaunen. Es reicht also, wenn Du einmal langsam durch die historische Main Street fährst und dir ggfs. kurz die Füße vertrittst. Lediglich das Motorcycle Museum & Hall of Fame in der 999 Main Street ist ein ganzjähriger Anlaufpunkt.

Du solltest dich in Sturgis jedoch nicht lange aufhalten, denn heute steht eine ganztägige Rundfahrt durch die Black Hills auf dem Programm. Dabei muss man die Route sorgfältig planen, um die schönsten Stellen zu erleben und nicht unnötig viele Meilen zu fahren. Ob du direkt in Deadwood startest oder den Abstecher über Sturgis machst. In jedem Fall empfehle ich, die Rundfahrt in Hill City zu beginnen (ca. 1 Stunde). In Hill City befindet sich der westliche Bahnhof des historischen „1880 Train“, der von hier nach Keystone in der Nähe des Mt. Rushmore verkehrt.

Folge einfach meinem Pfeil in der Karte auf dem Weg durch die Black Hills!

Von Hill City fährst du den Highway 385 für 4 Meilen nach Süden bis zur Abzweigung South 87 Needles Highway/Sylvan Lake. Diese Straße führt spektakulär durch die Black Hills. Es geht durch enge Tunnel und vorbei an faszinierenden Felsformationen. Ein Pkw ist von Vorteil. Mit einem kleinen Wohnmobil ist Millimeterarbeit angesagt. Größere Wohnmobile haben keine Chance zu passieren! Bereits hier ist die Gebühr von 20 Dollar für den Custer State Park zu entrichten. Die Landschaft erinnert ein wenig an die Sächsische Schweiz.

Ein erster Stopp ist der Sylvan Lake. Ich empfehle zunächst an der „touristischen Haltebucht“ am General Store vorbeizufahren und kurz danach links die Abzweigung „Black Elk Peak Trailhead“ zu einem weiteren Parkplatz zu nehmen (Day Use Area Parking). Von hier kannst du eine Umrundung des Sees zu Fuß starten. Es geht manchmal etwas über Stock und Stein. Aber die Ausblicke auf die Kombination von See und Felsen und die Wasserspiegelungen sind fantastisch. Für die eine Meile des Sylvan Lake Shore Trail musst du etwa eine Stunde einplanen.

Das Highlight ist dann das Needles Eye mit dem gleichnamigen Tunnel, bevor der Needles Highway am seinem südlichen Ende auf den Highway 16A stößt. Du biegst nach rechts ab Richtung Custer und 1,5 Meilen später nach links auf den Highway 87.

Nach 4 Meilen kannst du einen 2-Meilen-Abstecher zum Mt. Coolidge Lookout auf Schotter machen. Vom Observation Deck des Feuerwachturms hast du einen schönen Überblick über die Black Hills. In der Ferne sind das Crazy Horse Memorial (siehe morgen) und natürlich die Präsidentenköpfe am Mt. Rushmore (heute Nachmittag/Abend) auszumachen. Ein Fernglas wäre von Vorteil.

Zwei Meilen später erreichst du die Zufahrt zur Wildlife Loop Road durch den Custer State Park. Die 18 Meilen lange Nebenstraße führt mitten durch den State Park und du kannst riesige Bisonherden und Prarie Dogs bewundern. Es ist auch möglich, mal eine abzweigende Schotterpiste zu befahren. Denn wer weiß, wo sich die Bisonherde aus über 1000 Tieren gerade aufhält. Ich bin die Piste der Oak Draw Road gefahren. Im Bison Center kannst du dich ausgiebig informieren.

Am Custer State Park Visitor Center gelangst du zurück zum Highway 16A. Diesen fährst du 2 Meilen nach Osten, bis die 16A East kurz nach dem Parkausgang nach Norden abknickt – die sogenannte Iron Mountain Road.
Die Iron Mountain Road führt dich zum Mount Rushmore. Mehrere schmale Tunnel sind zu passieren. Bereits unterwegs fällt der Blick auf die berühmten Präsidentenköpfe. Legendär ist der Scovel Johnson Tunnel, bei dessen Durchfahren der Blick direkt auf die Präsidentenköpfe fällt. Da gibt es schon einmal einen kleinen Stau, weil jeder anhält, um ein Foto zu schießen. Auch am Norbeck Overlook solltest du halten, über ein paar Steine klettern und den Blick zum Mt. Rushmore genießen.

Am Mt. Rushmore National Memorial fährst du in die kostenpflichtige Parkanlage. Von der Parkgarage läufst du zum Information Center, wo du dir einen Plan abholen kannst. Eventuell macht auch ein Audio Guide Sinn. Danach passierst du die Fahnenparade aller Bundesstaaten, immer mit Blick auf die Präsidentenköpfe, bis zur großen Aussichtsterrasse (Grand View Terrace). Für mich ein Moment fürs Leben.

Entlang der Präsidentenköpfe verläuft ein Rundweg, so dass du den Präsidenten noch näher kommen kannst. Der Weg ist sehr schön und mit zahlreichen Informationen versehen. Im Sculptor’s Studio ist das Original Modell des Mt. Rushmore von John Gutzon Borglum ausgestellt. Du erinnerst dich? Am Tag 7 dieser Reise hast du in Idaho das Denkmal von John Gutzon Borglum in seinem Geburtsort St. Charles passiert.

Unter der Grand View Terrace befindet sich das Visitor Center mit zwei Kinos. Und weil es inzwischen Abend geworden sein sollte, begibst du dich um 21 Uhr zum Amphitheater, wo eine 45-minütige Zeremonie stattfindet, mit Film, Nationalhymne und militärischer Flaggenparade. Im schwachen Scheinwerferlicht hat das Mt. Rushmore Memorial noch einmal eine ganz andere Ausstrahlung.

Aber warum heißt der Berg eigentlich Mt. Rushmore? Der Name stammt von Charles Rushmore, einem New Yorker Anwalt, der 1884/85 Schürfrechte in den Black Hills besaß. Als er mit Einheimischen unterwegs war, stellten sie fest, dass der Berg noch keinen Namen hat. Und so entstand die Bezeichnung „Rushmore Peak“.

Schließlich fährst du die drei Meilen zu deiner gebuchten Übernachtung in Keystone.

  • Übernachtung in Keystone
    (nähe Mt. Rushmore)

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Sylvan Lake

Fantastische Spiegelungen am Sylvan Lake

Needles Hwy

Der gehts durch!

Wildlife Loop

Bisons – soweit das Auge reicht

Mt. Rushmore

Ein Moment fürs Leben

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