Yellowstone, Mount Rushmore & die Rockies

Reisebeschreibung (3 Wochen)

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Tag 1: Ankunft in Denver und Fahrt nach Estes Park

Nach der Ankunft in Denver und der Übernahme des Mietwagens fährst du gleich weiter nach Estes Park am Eingang des Rocky Mountain National Park. So bist du morgen gleich vor Ort und kannst den Tag voll nutzen. In Estes Park buchst du 2 Übernachtungen. Die 80 Meilen nach Estes Park sind nach dem langen Flug gerade noch zu schaffen. Stelle dein Navigationsgerät so ein, dass die Colorado E470 (tollroad) umfahren wird. Bei Exit 6B fährst du geradeaus. Über die Interstate 70 und 270 ist es auch nicht viel weiter. Auf dieser Rundreise kannst Du mit wenig Anstrengung Mautstraßen vermeiden. Die wenigen Mautstraßen liegen alle in der Nähe von Denver.

Übernachtung in Estes Park (1. Nacht)

Tag 2: Wanderung in der Bear Lake Region

Für den Besuch des Rocky Mountain National Park benötigt man ein Timed Entry Permit. Dieses muss mehrere Monate vor dem Besuchstermin auf recreation.gov online reserviert werden. Das erschwert die Reiseplanung. Bitte auf der Webseite über die aktuellen Bedingungen informieren. Wenn man den eigenen Besuchstermin noch nicht genau kennt, bucht man einfach mehrere Termine rund um den Reisetermin. Es gibt aber auch zwei Notlösungen. Am Vorabend werden gewöhnlich noch einige Permits online verlost. Oder man fährt einfach vor 5 Uhr früh in die Bear Lake Region. Zu dieser Zeit wird noch kein Permit verlangt. Auch für den übrigen Nationalpark benötigt man ein eigenes Permit, dann aber erst ab 9 Uhr früh.
Die Bear Lake Region ist das Herzstück des Rocky Mountain National Park. Deshalb benötigt man auch ein besonderes Permit. Am besten, man fährt mit dem Auto auf den großen Park&Ride-Parkplatz und von dort mit dem Shuttle-Bus zum Bear Lake. Dabei ist es fast unvermeidlich, dass Wildtiere die Straße kreuzen. Vom Bear Lake führen viele Wanderwege weg. Jeder kann sich eine Wanderung nach seinen Ansprüchen aussuchen. Ich bin einen Tag lang sämtliche Seen abgelaufen (Bear Lake, Nymph Lake, Dream Lake, Emerald Lake, Lake Haiyaha, The Loch, Mills Lake, Alberta Falls). Zum Teil war etwas Kraxelei erforderlich. Der Blick fällt regelmäßig auf den Longs Peak, den höchsten Berg des Rocky Mountain NP, und verschiedene Gletscher. Die Nadelbäume der Rockies geben dem Park eine besondere Note.
YouTube-Video, Komoot-Link
Schön ist auch der Spaziergang um den Sprague Lake. Die Zufahrt liegt an der Bear Lake Road, nach dem Park&Ride-Parkplatz.
An einem anderen Tag bin ich über den Flattop Mountain (3756 m) auf den Hallett Peak (3875 m) gestiegen. Der Wind blies kräftig und der Weg führte oberhalb des Tyndall Gletschers entlang. Ein unvergessliches Erlebnis.
YouTube-Video
In Estes Park kann das historische The Stanley Hotel besichtigt werden. Das Hotel inspirierte Stephen King zu seinen berühmten Horror-Roman „Shining“, der von Stanley Kubrick verfilmt wurde, mit Jack Nicholson in der Hauptrolle. Stephen King verbrachte einige Zeit in dem Hotel, um seinen Roman zu schreiben. Der Film wurde leider nicht hier im Hotel gedreht, das verwechseln Viele.
Für das Abendessen empfehle ich Smokin Dave’s BBQ in Estes Park.

Übernachtung in Estes Park (1. Nacht)

Tag 3: Trail Ridge Road, Fahrt nach Glenwood Springs

Von Estes Park fährst du die Trail Ridge Road zum Fall River Pass hinauf. Unterwegs kannst du bei verschiedenen Aussichtspunkten anhalten. Empfehlenswert ist der Tundra Communities Trail. Am Alpine Visitor Center befindet sich der Alpine Ridge Trail. Die Trails führen durch die faszinierende Pflanzenwelt der hochalpinen Tundra. Außerdem gibt es mächtige Hirsche zu bewundern.
Danach fährst du auf der anderen Seite des Passes wieder bergab. Am Milner Pass überquerst Du die Continental Divide (kontinentale Wasserscheide), am Colorado River Trailhead kannst du ein Stück am jungen Colorado River spazieren. Bis zur Quelle am La Poudre Pass sind es allerdings 7 Meilen oder 3 Stunden zu laufen. Das wäre zu zeitaufwendig gewesen. Aber auch so ist der plätschernde Colorado erlebenswert.
Interessant ist die folgende Holzwarth Historic Site, historische Blockhütten eines früheren deutschen Auswanderers. Auch beim kurzen Spaziergang zu den Holzhäusern durch das Grasland wird der Colorado River überquert.
An der Strecke nach Grand Lake sind zahlreiche Bäume durch Waldbrände beschädigt. Aber zwischen den Bäumen blüht schon das neue Leben. Es ist erstaunlich, welche Kraft die Natur hat. Am Straßenrand kannst du Elche entdecken. In der Nähe führt übrigens der CDT vorbei, der Continental Divide Trail, der von Nord nach Süd durch die gesamte USA verläuft.
Von Grand Lake nach Glenwood Springs zieht es sich dann etwas. Wenigstens erreichst du nach 80 Meilen die Interstate 70 nach Westen. Bis Glenwood Springs sind es dann noch 40 Meilen.
In Glenwood Springs kannst du etwas flanieren und das historische Bahnhofsgebäude besichtigen. Vor allem empfehle ich die etwa einstündige Wanderung hin und zurück zum Linwood Cemetery (Friedhof) auf einem Hügel oberhalb von Glenwood Springs. Dort befindet sich das Grab des Revolverhelden, Glücksspielers und Zahnarztes Doc Holliday, ein Wegbegleiter von Wyatt Earp. Auch Kid Curry, der sich mit Butch Cassidy und Sundance Kid herumtrieb, fand dort seine letzte Ruhestätte. Ausgangspunkt der kleinen Wanderung ist 1204 Bennett Avenue. Von der Anhöhe hat man auch einen sehr schönen Blick auf Glenwood Springs.
Im Untergeschoss von Bullocks Western Store, an der Ecke 8th Street/Grand Ave, ist ein sehenswertes Museum, die Doc Holliday Collection.
Glenwood Springs ist aber, wie der Name schon sagt, vor allem durch seine Bäderlandschaft bekannt, die Glenwood Hot Springs, die größten natürlichen Heißwasserbecken der Welt. Von der Fußgängerbrücke (Pedestrian Bridge) über die Bahnlinie, den Colorado River und die Autobahn kannst du auf die Heißwasserbecken hinunterblicken. Glenwood Springs ist auch Teil meines Reiseführers USA SÜDWESTEN, der einen Abstecher in die Rocky Mountains enthält.

Übernachtung in Glenwood Springs

Tag 4: Colorado National NM, Arches NP

Es geht weiter nach Westen auf der Interstate 70. Nach Grand Junction verlässt du die Interstate bei Exit 19 Fruita. Über zwei Verkehrskreisel gelangst du zur Bergfahrt ins Colorado National Monument. Ab dem Visitor Center fährst du dem Rimrock Drive entlang, so lange du Lust hast. Ich empfehle, die drei Aussichtspunkte „Independence Monument View“, „Grand View“ und „Monument Canyon View“ mitzunehmen und dann zurück zur Interstate zu fahren. Die Ausblicke sind toll und in der Ferne liegt die Stadt Grand Junction.
Bei der Weiterfahrt erreichst du die Grenze nach Utah. Das Welcome to Utah Sign ist ein beliebter Fotopunkt. Die Strecke durch die karge Landschaft zieht sich. Deshalb ist dort auch 80 mph als Höchstgeschwindigkeit zulässig.
Ab Exit 214 Cisco wird es wieder interessanter. Du fährst entlang des Colorado River über den Scenic Byway 128 nach Moab und zum Arches National Park. Der Highway trägt seinen Namen zurecht.
Inzwischen dürfte es Spätnachmittag sein, so dass du für den Arches National Park kein Permit mehr benötigst. Die Sonne steht auch nicht mehr so hoch, so dass die Bedingungen für die Wanderung zum Delicate Arch, dem Wahrzeichen von Utah, optimal sein sollten. Vom Delicate Arch Trailhead benötigst du hin und zurück mindestens 1,5 Stunden (3 Meilen hin und zurück). Bitte achte darauf, dass du nicht in die Dunkelheit kommst. Das könnte problematisch werden. Denn so leicht ist der Weg auch nicht (zu finden). Auch solltest du genügend Trinkwasser mitführen.
Am Ende des Parks befindet sich der Devil’s Garden Trailhead. Von dort ist es eine Meile one way bis zum Landscape Arch, einem riesigen Felsenbogen, der so schmal ist, dass er irgendwann einstürzen wird. Ich vermute aber, dass nach dem langen Tag für diese kleine Wanderung keine Zeit mehr verbleibt.

Übernachtung in Moab

Tag 5: Canyonlands (Island in the Sky)

Heute steht dir der ganze Tag für den Canyonlands National Park zur Verfügung und zwar für den beliebtesten Teil „Island in the Sky“. Am Abend hast du noch 3,5 Stunden Fahrt nach Provo kurz vor Salt Lake City zu absolvieren. Dies bitte einplanen.
Die Zufahrt zum Canyonlands National Park befindet sich ca. 10 Meilen nördlich von Moab. Ich empfehle, zuerst in den Dead Horse Point State Park zu fahren und dort die Aussicht auf den Colorado River und den Thelma & Louise Point zu genießen. Für den State Park musst du extra Eintritt bezahlen.
Danach fährst du zum Island in the Sky Visitor Center. Nach dem Visitor Center sind die Aussichtspunkte „Shafer Canyon Overlook“, „Shafer Trail Viewpoint“ und vor allem „Mesa Arch“ zu empfehlen. Hierfür sind zum Teil ein paar Meter zu Fuß zurückzulegen.
Ganz im Süden des Parks, am Grand View Point, hast du einen fantastischen Fernblick über die Canyonlands und der Zusammenfluss (confluence) von Green River und Colorado River lässt sich erahnen. Dort lässt sich auch eine kleine Wanderung zum Grand View Point Overlook unternehmen. Im Süden ist der „Needles District“ auszumachen. Südwestlich liegt der schwer zugängliche Parkbereich „The Maze“.
Wenn du Lust auf eine größere Wanderung hast und es die Temperaturen zulassen, empfehle ich den False Kiva Trail. Der Trail ist ziemlich abenteuerlich und nicht einmal ausgeschildert. Ich habe ihn in einem Wanderführer entdeckt. Hier erfährst du mehr über diese Wanderung.

Übernachtung in Provo (kurz vor Salt Lake City)

Tag 6: Salt Lake City, Antelope Island

Von Provo fährst du ins Zentrum von Salt Lake City. Du kannst dem State Capitol einen kurzen Besuch abstatten. Salt Lake City ist aber vor allem das Centrum der Mormonen. Den riesigen Tempel können Nicht-Mormonen allerdings nur von außen besichtigen. Daneben befindet sich jedoch der hochinteressante Tabernacle. Dort gibt es auch regelmäßig kostenlose Konzerte des fantastischen Mormon Tabernacle Choir. Einen Eindruck von dem Chor kannst du dir in meinem Video verschaffen.
Den Nachmittag verbringst du im Antelope State Park (Eintrittsgebühr). Ein Damm führt auf die größte Insel im Great Salt Lake. Von den Aussichtspunkten genießt du herrliche Blicke über den Salzsee. Vom Buffalo Point Trailhead lässt sich eine kleine Wanderung auf den Buffalo Point unternehmen. Entlang der Strecke zur historischen Fielding Garr Ranch bzw. auf der Schotterstrecke danach entdeckst du große Bison-Herden. Schwimmen ist im Großen Salzsee unmöglich. Ich habe es versucht. Aber der Weg durch das knöcheltiefe Wasser und den schweren Schlammboden bis in tiefere Bereiche ist sehr beschwerlich. Die Stechmücken tun ihr Übriges.
Am Übernachtungsziel Odgen kannst du an der historischen Union Station am Ende der Historic Market Street vorbeischauen und dort ggf. den Abend verbringen.

Übernachtung in Odgen (nördlich von Salt Lake City)

Tag 7: Golden Spike NHS, Fahrt nach Jackson/WY

Der Golden Spike National Historical Park gehört zu den Highlights dieser Rundreise. Dort fand der Lückenschluss der transkontinentalen Eisenbahn statt. Die Schienen der Central Pacific Railroad und der Union Pacific Railroad trafen hier 1869 aufeinander. Dieses Ereignis wird typisch amerikanisch zelebriert. Es ist faszinierend, wenn die alten Lokomotiven aufeinander zufahren. In der Nähe des Golden Spike NHS liegt der ATK Rocket Garden. Dort kannst du auf der Weiterfahrt nach Jackson kurz vorbeischauen.
Die Strecke nach Jackson zieht sich. Ich empfehle, über den Bear Lake an der Grenze zwischen Utah und Idaho zu fahren. Auf der zum Teil landschaftlich wirklich reizvolle Strecke. Entlang des Bear Lake in St Charles passierst du ein Denkmal, das John Gutzon Borglum gewidmet ist. Der Bildhauer hat die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore in South Dakota, die du auf dieser Reise auch noch erleben wirst, geschaffen. John Gutzon Borglum wurde in St Charles geboren.
Im weiteren Verlauf der Strecke nach Jackson kommst du durch Montpelier. Am Straßenrand entdeckst du ein kleines Museum, das dem Revolverhelden Butch Cassidy gewidmet ist.
Aus südlicher Richtung erreichst du schließlich Jackson oder Jackson Hole vor den Toren des Grand Teton National Park. Sehenswert ist dort vor allem der Jackson Town Square Park im Zentrum, an dessen vier Seiten sich Eingänge aus Hirschgeweihen befinden. Jeder Tourist macht hiervon ein Foto. Ansonsten ist in Jackson erstaunlicherweise nicht viel los. Das Leben konzentriert sich offenbar auf die Million Dollar Cowboy Bar direkt neben dem Park.

Übernachtung in Jackson (1. Nacht)

Tag 8: Grand Teton NP

Heute drehst du eine Runde durch den Grand Teton National Park. An verschiedenen Aussichtspunkten machst du Halt. Am Nachmittag kannst du noch eine Wanderung unternehmen.
Von Jackson fährst du den Highway 191 nach Norden. Noch vor dem Parkeingang passierst zunächst das National Elk Refuge Observation. Interessant zu sehen ist die Chapel of the Transfiguration. Unterwegs hast du herrliche Ausblicke über das Grasland mit den über 4000 m hohen Bergen im Hintergrund. Bei der historischen Cunningham Cabin kannst du dir die Füße vertreten. An der Abzweigung zum Highway 26 hältst du dich links auf der 191 nach Westen. Bevor der Highway 191 wieder nach Norden abdreht, biegst du links in die Teton Park Road ein. Diese bringt dich näher an den Bergen zurück nach Jackson.
Ein beliebter Halt ist der Jenny Lake. Wenn du am Nachmittag keine größere Wanderung unternehmen möchtest, hast du jetzt Zeit für eine Bootstour. Auch auf der anderen Seite des Sees kannst du ein Stück wandern.
Als Wanderung für den Nachmittag habe ich mir den Death Canyon ausgewählt. Den Trailhead erreicht man über die Moose Wilson Road und eine Forststraße. Die GPS-Daten des Parkplatzes lauten 43.656014, -110.781346. Der Wanderweg führt oberhalb des Phelps Lake vorbei und zweigt dann ab in den Death Canyon. Ich war ohne Bärenspray unterwegs und habe an der Death Canyon Barn umgedreht. Insgesamt war ich ca. 4 Stunden unterwegs.

Übernachtung in Jackson (2. Nacht)

Tag 9: Yellowstone NP (Old Faithful Area)

Du fährst den Highway 191, den du von gestern bereits kennst, nach Norden. Vorbei am Jackson Lake erreichst du den Yellowstone National Park. Du hast den ganzen Tag Zeit, das riesige Areal rund um den berühmten Geysir „Old Faithful“ zu bestaunen. Am Yellowstone Lake erreichst du zunächst die Geysire am West Thumb. Über die Continental Divide fährst du zum riesigen Parkplatz am Old Faithful. Merke dir unbedingt, wo du dein Auto parkst!
Bis zum Ausbruch des Old Faithful kannst du dir die Umgebung anschauen. Danach empfehle ich die Wanderung über Stege entlang des Firehole River und zahlreicher unterschiedlichster Geysire und Pools bis zum farbenprächtigen Morning Glory Pool. Auf dem Rückweg wählst den Weg auf der anderen Seite des Flusses, wo du weitere Naturschauspiele entdecken kannst.
Schließlich folgst du der 191 weiter bis zum Grand Prismatic Spring. Der Andrang ist doch meistens so groß, dass es mit den Parkplätzen eng wird.
Schließlich dürfte der Tag weit fortgeschritten sein und du fährst über Madison nach West Yellowstone, das bereits in Montana liegt.

Übernachtung in West Yellowstone

Tag 10: Yellowstone NP

Nach dem Frühstück fährst du wieder in den Yellowstone NP nach Osten. An der Kreuzung Madison wechselst du auf den Highway 89 nach Norden. Beim riesigen Norris Geyser Basin verbringst du einige Zeit. Ganz im Norden des Parks drehst du eine Runde durch die unglaublichen Terrassen der Mammoth Hot Springs. Auch hier muss man recht gut zu Fuß sein. Schließlich fährst du den Grand Loop nach Osten. Dieser dreht dann nach Süden. Du passierst deinen späteren Übernachtungsort und fährst geradeaus weiter zum Grand Canyon of the Yellowstone. Es gibt je einen Rim Drive im Süden und im Norden des Grand Canyon of the Yellowstone. Am besten, du fährst bis zur Abzweigung des South Rim Drive und fährst diesen als Erstes ab. Auf dem Rückweg zum Canyon Village fährst du dann den North Rim Drive von Süd nach Nord. Das ist nämlich eine Einbahnstraße. Die Aussichtspunkte werden dich begeistern. Du kannst auch hinabsteigen bis in die Nähe des hohen Wasserfalls.
Wenn du morgen früh die von mir empfohlene Wanderung auf den Observation Peak unternehmen möchtest (ca. 5 Stunden hin und zurück), empfehle ich, heute noch ein Bärenspray für morgen auszuleihen.

Übernachtung in Canyon Village

Tag 11: Wanderung im Yellowstone NP

Wenn du heute die von mir empfohlene 5-stündige Wanderung auf den Observation Peak unternehmen möchtest, solltest du früh aufbrechen. Die Wanderung ist nicht schwierig. Startpunkt ist der Cascade Lake Trailhead. Erst geht es durch den Wald und dann über Grasland. Vor dem Cascade Lake zweigt der Weg nach rechts ab. Bergauf geht es über weiter Blumenwiesen. Mit ist nur am Trailhead beim Frühstück im Auto ein Bär vor der Windschutzscheibe vorbeigelaufen. Auf dem Trail traf ich auf keinen Bären, allerdings versperrte mir ein Bison den Weg und ich musste warten, bis er beim Grasen den Weg freigemacht hatte. Außenherum konnte ich nicht laufen. Da war alles zugewuchert.
Nach der Wanderung verabschiedest du dich langsam vom Yellowstone Nationalpark. Am Mud Volcano vor dem nördlichen Yellowstone Lake machst du ein letztes Mal Halt. Unterwegs nach Cody passierst du zahlreiche Farmen. Der Buffalo Bill Dam ist einen Stopp wert. Vom Parkplatz fahren Shuttles zum Staudamm. Das erfordert nicht viel Zeit. In Cody empfehle ich noch den Besuch des historischen Old Cody, das einst von William F. Cody (Buffalo Bill) gegründet wurde. Ich hoffe für dich, dass am Abend ein Night Rodeo im Stadion stattfindet. Tickets sollten kein Problem sein, denn das Stadion fasst viele Zuschauer. Cody ist die „Rodeo Capital of the World“. Das Rodeo hat mir auch viel besser gefallen als jenes in Cheyenne. In Cody ist man näher am Geschehen dran. Die Arena in Cheyenne (siehe Tag 19) ist größer und die Veranstaltungen erscheinen professioneller.

Übernachtung in Cody

Tag 12: Beartooth Highway

Heute besuchst du zunächst das Buffalo Bill Center of the West, ein riesiges Museum, das dem berühmten Bisonjäger und Veranstalter von Wild-West-Shows gewidmet ist. Mich hat besonders der Weißkopfseeadler (Bald Eagle) namens Jade begeistert, dem man hier ganz nahe kommen kann. Auch die Bildergalerie war einen Besuch wert, habe ich dort doch Bilder von Albert Bierstadt entdeckt. Der deutschstämmige Auswanderer wurde in den USA als Landschaftsmaler bekannt. Im weiteren Verlauf der Reise bin ich auf den 4.286 m hohen Mt. Bierstadt gewandert. Das kannst Du auch noch machen (siehe Tag 21 der Reise). Hinter dem Museum befindet sich am Ende einer Straße ein Verkehrskreisel mit einem Buffalo Bill Denkmal.
In Cody solltest Du auch unbedingt dem historischen Irma Hotel einen besuch abstatten. Im Restaurant gibt es fantastische BBQ-Ribs. Vor dem Hotel finden regelmäßig Western-Shows mit Schießerei (gunfight) statt.
Mittags fährst Du weiter nach Norden, zunächst ein Stück auf dem Hwy. 120. Bald erwarten dich zwei Panoramastraßen. Zunächst der Chief Joseph Scenic Highway (WY 296), benannt nach einem Anführer der Nez Perce Indianer, und im Anschluss der Beartooth Highway (US 212, All-American Road), der über einen xxx Meter hohen Pass führt. Unterwegs kannst du an tollen Aussichtspunkten halten, auch an einer tiefen Schlucht über den Yellowstone River. Immer wieder triffst du auf schwarze Rinderherden. Dort wo die 296 auf die 212 trifft, kannst du zunächst ein Stück nach Westen Richtung NE Entrance des Yellowstone NP fahren. Dort habe ich gewendet. Die Zufahrt war zu dieser Zeit ohnehin gesperrt. Auf dem Weg nach Westen fällt der Blick auf eine Bergspitze, die wie ein Zahn in den Himmel ragt. Dieser Berg ist wohl der Namensgeber für den Beartooth Highway. Schließlich folgst du dem Beartooth Highway zurück und weiter über den Beartooth Pass (3336 m), vorbei an herrlichen Seen und durch eine Hochgebirgstundra, nach Red Lodge in Montana. Unterwegs entdeckst du mit Sicherheit weiße Bergziegen. In Red Lodge finden sich zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und es gibt auch genug Restaurants, um den Abend zu verbringen.

Übernachtung in Red Lodge/Montana

Tag 13: Little Bighorn Battlefield, Fahrt zum Devils Tower

Heute musst du leider ziemlich viel fahren, aber es lohnt sich. Von Red Lodge bis zum Little Bighorn Battlefield National Monument bist du mindestens zwei Stunden unterwegs. Die Industriestadt Billings lässt du links liegen. Zwar wurde 1876 in der Schlacht am Little Bighorn die 7. US-Kavallerie unter dem Kommando von General Custer von den Lakota- und Dakota-Indianern und weiteren Stämmen vernichtend geschlagen. Dennoch steht der Kriegsschauplatz für das Ende der ursprünglichen indianischen Lebensweise. Nach dem Visitor Center, wo du eine Self Guided Karte für die Battlefield Tour Road erhältst, fährst und läufst du vorbei an verschiedenen Stationen über das Schlachtfeld. Zahlreiche Grabsteine markieren die Toten auf beiden Seiten. Es ist auch eine fantastische Hügellandschaft, die von der Sonne in ein mystisches Licht getaucht wird.
Bis zum nächsten Ziel, dem Devils Tower kurz vor South Dakota zieht es sich dann gewaltig. Die über 200 Meilen sind auch weitgehend uninteressant. Umso faszinierender ist dann Devils Tower, der auf eigenartige Weise aus der Landschaft herausragt. An ihm orientierten sich früher die Siedler auf dem Weg nach Westen.

Übernachtung in der Devils Tower Lodge

Tag 14: Fahrt zu den Black Hills

Du wanderst zunächst rund um den Devils Tower. Die kleine Runde (Tower Trail) ist 2 km lang, der große Loop (Red Beds Trail) 4,5 km. Wie der Name schon sagt, führt der Red Beds Trail auch durch eine rote Felsenlandschaft, die ein wenig an Utah erinnert. Im Visitor Center erfährst du mehr über die Entstehung des außergewöhnlichen Bergs.

Spearfish Canyon, Belle Fourche (Geographic Center of the US), Sturgis, Deadwood

Übernachtung in Deadwood

Tag 15: Fahrt durch die Black Hills, Mt. Rushmore

Sylvan Lake, Needles Highway, Custer State Park Wildlife Loop, Iron Mountain Road, Mt. Rushmore am Abend

Übernachtung in Keystone (nähe Mt. Rushmore)

Tag 16: Crazy Horse Memorial, Wall Drug

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Übernachtung in Wall

Tag 17: Badlands NP, Fahrt nach Scottsbluff

Wounded Knee, Carhenge, Chimney Rock

Übernachtung in Scottsbluff

Tag 18: Scotts Bluff NM, Laramie

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Übernachtung in Cheyenne (1. Nacht)

Tag 19: Cheyenne

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Übernachtung in Cheyenne (2. Nacht)

Tag 20: Bolder/CO, Red Rocks, Lookout Mountain

Red Rocks Amphietheater

Übernachtung in Colorado Springs oder Georgetown

Tag 21: Faht auf den Pikes Peak oder Wanderung auf einen 4000er

Garden of the Gods, ggf. Wanderung auf den Mt. Bierstadt

Übernachtung in Denver

Die Stadt Denver selbst ist nicht Bestandteil dieser Reisebeschreibung. Gleichwohl habe ich Denver bei anderer Gelegenheit besichtigt. Für den Fall, dass du am Anfang oder Ende deiner Reise einen Tag in Denver anhängst, nenne ich nachfolgend einige Sehenswürdigkeiten: Das Football-Stadion der Denver Broncos, die U.S. Mint (Münzprägeanstalt), das Colorado State Capitol, der Mile High Marker auf den Stufen des State Capitol, die Liberty Bell im Liberty Park vor dem State Capitol, die 16th Street Mall, Rockmount Ranch Wear (1626 Wazee Street), die Union Station (der 105. westliche Längengrad verläuft durch den Bahnhof).

Tag 22: Fahrt zum Flughafen

Nach dem Frühstück fährst Du zum Flughafen und gibst dem Mietwagen zurück. Ich wünsche einen guten Heimflug.

Tag 23: Rückankunft in Deutschland

Ich hoffe, Du hattest eine angenehme Reise ohne Zwischenfälle.

Hinweis zur Berechnung der Reisetage

Die Rundreise ist so angelegt, dass der Anreisetag und der Tag des Rückflugs auf den gleichen Wochentag fallen. Bei der Berechnung der Reisetage musst du die Zeitverschiebung berücksichtigen. Du buchst beispielsweise eine Reise mit Hinflug am Sonntag, 1. Juli, und Rückflug am Sonntag, 22. Juli, also exakt 3 Wochen oder 21 Tage. Soweit, so klar, denn 22 minus 1 ergibt 21. Der Abflug am 1. Juli erfolgt beispielsweise mittags in Deutschland. Wegen des Zeitunterschieds landest du am 1. Juli spätnachmittags in Denver, also am gleichen Tag – trotz einer Reisedauer von beispielsweise etwa 15 Stunden bei einem Zwischenstopp.

Der Rückflug von Denver am 22. Juli erfolgt am Nachmittag. Die Landung in Deutschland ist aber erst am Montag, 23. Juli. So mancher Schüler hat deshalb schon

den ersten Schultag verpasst! Faktisch dauert die Reise also nicht 21 Tage, sondern 22 Tage, denn 23 minus 1 ergibt 22.
Noch verwirrender wird es, wenn man den ersten und den letzten Tag als absolute Reisetage betrachtet, denn dann sind es insgesamt 23 Tage! Das ist das „Gartenzaun-Prinzip“ und die Frage nach der Anzahl der benötigten Pfosten bei einem 22 Meter langen Gartenzaun mit einem Meter Abstand zwischen den Pfosten. Antwort: Man braucht 23 Pfosten! Bei der Reiseplanung also nicht verwirren lassen!

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