Hintersteiner Tal

Frank Rösner – ZUM NACHREISEN Freitag, 10. Mai 2024 von Frank Rösner – ZUM NACHREISEN

Einfache Tal-Runde mit dennoch 1300 Höhenmeter

Die Tour durchs Hintersteiner Tal habe ich gemacht, um mich zu orientieren, da ich dieses Jahr auf den Hochvogel steigen möchte.

Ich habe am Sportplatz in Bad Hindelang geparkt. Die Tagesgebühr beträgt 7 Euro. Es führt ein einfacher und sehr schöner, 16 km langer Rad- und Forstweg entlang der Ostrach bis zum Giebelhaus. Erstaunlicherweise war der Weg manchmal schwer zu finden. An Abzweigungen musste ich nachschauen, ob es nach links oder rechts geht.
Unterwegs werden schöne „überdachte Brücken“ passiert. Diese erinnerten mich an die „Covered Bridges“ in Neu England an der Ostküste der USA. Hier kannst Du in meinem Online-Reiseführer darüber mehr erfahren (siehe dort den Kasten „Covered Bridges“).

Unterwegs werden das Haus der Konstanzer Jäger, eine tiefe Klamm der Ostrach und die holzgetäfelte Hubertuskapelle passiert. Diese wiederum erinnerte mich an die Chapel of the Transfiguration im Grand Teton National Park in Wyoming. Auf der verlinkten Webseite kannst Du das Foto mit der Hubertuskapelle vergleichen.

Kurz vor dem Giebelhaus fließen der Obertalbach und der Bärgündelesbach zusammen und bilden ab hier die Ostrach.
Das Giebelhaus wird von dem markanten Giebel (1949 m) dominiert. Eigentlich wollte ich zum Prinz-Luitpold-Haus, wenngleich dieses noch geschlossen hatte, um mich für die Besteigung des Hochvogels zu orientieren. Das erwies sich jedoch als noch zu aufwendig, auch wegen des Restschnees. Mir wurde empfohlen, zur Schwarzenberghütte ins Obertal zu fahren, was ich dann auch tat.

Die Auffahrt zur Schwarzenberghütte ist zwar nicht lang, aber teilweise recht steil. Mit dem Bio-Bike war es anstrengend, aber machbar. Mit einem E-Bike ist es kein Problem. Unterwegs hat man einen herrlichen Blick auf den Großen Daumen. Welcher Berg das ist, lässt sich leicht an der Form erkennen.

Ich wollte ja nicht nur mountainbiken, sondern auch eine Wanderung unternehmen. Dafür habe ich immer meine Wanderschuhe im Rucksack. Auf der Schwarzenberghütte wurde mir die Wanderung zum Engeratsgrundsee empfohlen. Das wäre gut eine Stunde einfach gewesen. Aufgrund der Schneeschmelze war der Aufstieg in der Wasserrinne jedoch sehr sumpfig. Das wäre nicht das Problem gewesen. Wenige hundert Meter vor der letzten Stufe, oberhalb derer der See liegt, waren jedoch große Restschneefelder und der letzte Steig war schneebedeckt. Hier hätte ich hohe Wanderschuhe, Grödel und auch Gamaschen benötigt. Aus diesem Grund bin ich umgekehrt. Da muss ich im Sommer noch einmal hin.

Von der Schwarzenberghütte hat man einen guten Blick hinüber zum Hochvogel und ins Obertal. Bevor ich wieder abfuhr, gönnte ich mir noch eine Schweizer Käsesuppe.

Bevor ich wieder zum Giebelhaus fuhr, machte ich noch einen Abstecher ins Obertal zur Wengen-Alpe, wo sich das eine oder andere Murmeltier zeigte. Von der Wengen-Alpe wären es bis zum Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn oberhalb von Oberstdorf nur 3 Stunden zu wandern.

Abschließend bin ich noch ins Bärgündele-Tal bis zur Materialseilbahn des Prinz-Luitpold-Hauses aufgefahren, so dass ich jetzt etwas Ortskenntnis habe, um die Tour auf den Hochvogel mit Übernachtung im Prinz-Luitpold-Haus zu planen.

Rückwärts bin ich über Hinterstein gefahren, wo sich der letzte Wander-Parkplatz im Tal befindet. Meines Erachtens ist es für die Besteigung des Hochvogels am besten, in Bad Hindelang zu parken und mit dem Bus bis zum Giebelhaus zu fahren. Von dort wandert man in 3 Stunden zum Prinz-Luitpold-Haus. Am nächsten Tag sind es dann noch einmal 3 Stunden auf den Hochvogel. Klingt wenig, aber man muss ja auch wieder zurück. Den Abstieg vom Hochvogel bis zum Giebelhaus schafft man dann am gleichen Tag. Mal schauen, ob mein Plan passt.

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