Fire Wave (Nevada)

Frank Rösner – ZUM NACHREISEN Mittwoch, 14. August 2013 von Frank Rösner – ZUM NACHREISEN

Extreme Hitze auf dem Fire Wave Trail

Das Valley of Fire bei Las Vegas ist kein Nationalpark, sondern ein State Park. Der Nationalpark-Pass gilt also nicht, es muss extra Eintritt bezahlt werden. Im Vergleich zu anderen Parks ist das Valley of Fire größenmäßig überschaubar, aber gerade das verleiht dem Park einen besonderen Charme. Die roten Felsen in der kargen Landschaft sind außergewöhnlich.

Eine der größten Sehenswürdigkeiten im Valley of Fire State Park ist die Fire Wave, eine Felsformation mit Gesteinsschichten von weiß über rosa bis rot. Zur Fire Wave gelangt man auf einer kurzen Wanderung von hin und zurück 1,2 Meilen. Startpunkt ist der vorletzte Parkplatz auf der Scenic Road (Parking Lot 3), direkt gegenüber des Gibraltar Rock, eines gigantischen Monoliten, der mich an den Ayers Rock in Australien erinnert.

In der mittäglichen Sommerhitze ist die Wanderung zur Fire Wave aber eine echte Tortur. Ohne ausreichend Wasser kann es richtig gefährlich sein. Aber auch mit ausreichend Flüssigkeit ist der Sonnenstich nicht weit und eine gewisse Fitness ist unabdingbar. Große Schilder warnen deshalb vor den Gefahren. Besser ist es, die Besichtigung der Fire Wave in die Dämmerung zu verlegen. Dabei ist zu beachten, dass der Valley of Fire State Park nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet ist. Spätestens bei Sonnenuntergang sollte man also erkennbar damit befasst sein, den Park zu verlassen, um ein Bußgeld zu vermeiden.

Auch ich wollte die Fire Wave natürlich unbedingt sehen und der kurze Trail ist auch in meinem Reiseführer USA SÜDWESTEN beschrieben. Leider war es im August extrem heiß, ich schätze 35 Grad im Schatten. Also packte ich viel Wasser ein und wickelte mir nasse Tücher um den Kopf. Für den Hin- und Rückweg hatte ich 45 Minuten kalkuliert.
Am Ende der Tour war ich wirklich froh, wieder am Auto zu sein. Das waren die längsten 1,2 Meilen meines Lebens. Ich hätte keine 15 Minuten länger in dieser Hitze sein mögen, obwohl ich extreme Anstrengungen gewöhnt bin. Aber 45 Minuten in einer Sauna zu wandern ist dann doch eine andere Nummer. Die nackten Felsen waren glutheiß, so dass man ein Spiegelei hätte braten können. Durch die Hitzeabstrahlung herrschte über dem Boden durchaus eine Temperatur von bis zu 80 Grad, wie in einem Auto, das in der Sonne steht.

Nachtrag: Da es sogar Todesfälle gab, vermutlich durch Hitzeschlag, wurde der Trail im Jahr 2022 erstmals von Juni bis einschließlich September vollständig gesperrt. Das ist zwar schade, aber verständlich. Urlauber, die in den Sommermonaten unterwegs sind, müssen auf den Fire Wave Trail also leider verzichten.

Aber auch wenn man nicht zur Fire Wave wandern kann, empfiehlt es sich, den Sonnenuntergang am Gibraltar Rock zu genießen. Der riesige Fels leuchtet dann besonders schön in der Abendsonne.

Das Valley of Fire und viele andere Sehenswürdigkeiten des amerikanischen Südwestens sind in meinem Reiseführer beschrieben. Eine Auflistung der 50 sehenswerten Ziele befindet sich auf der Rückseite des Buchcovers.


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