ESTA/Visa Waiver Program

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Siehe auch APIS-Datenerfassung

Für die visafreie einreise in die USA ist die sogenannte ESTA-Registrierung (Electronic System for Travel Authorization, dt. Elektronisches System zur Einreisegenehmigung) erforderlich. Denn Staatsangehörige bestimmter Länder, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz, können im Rahmen des »Visa Waiver Programs« (VWP) grundsätzlich ohne Visum in die USA reisen und sich dort als Tourist maximal 90 Tage pro Reise aufhalten. Geschäftliche Gründe, z. B. die Informationsbeschaffung für meine Reiseführer sowie Messen, sind damit auch abgedeckt, jedoch nicht das Ziel der Arbeitsaufnahme.

Für die Einreisegenehmigung im Rahmen des »Visa Waiver Programs« musst du deine persönlichen Daten online im ESTA-System erfassen. Die US-Botschaft in Deutschland warnt vor »nicht ordnungsgemäß zugelassenen Drittanbietern«. Die offizielle Internetseite des »Department of Homeland Security« lautet https://esta.cbp.dhs.gov/esta/.

Auf der ESTA-Webseite wählst zunächst die gewünschte Sprache aus und dann »Individueller Antrag«. Es besteht auch die Möglichkeit, eine »Gruppe von Anträgen« zu stellen, wenn eine Person die ESTA-Anträge für alle Reisenden koordiniert. Eine Familie kann eine Gruppe sein. Die Vorteile des Gruppenantrags sind jedoch überschaubar, zum Beispiel die Bezahlung der Antragsgebühr in einer Summe. Nachfolgend wird der individuelle Antrag beschrieben.
Wenn einmal zu viel Zeit zwischen Deinen Eingaben verstreichen sollte, meldet sich das System und du wirst gefragt, ob du mehr Zeit benötigst. Du bestätigst die Frage dann mit »ok«.

Zunächst müssen nacheinander die »Sicherheitsbenachrichtigung«, die »Verzichtsleistung« und der »Travel Promotion Act of 2009« bestätigt werden. Erst dann gelangst du zur eigentlichen »Eingabe der Antragstellerinformation«. Für die erforderlichen Angaben benötigst du deinen Reisepass. Trage die Angaben so ein, wie sie im maschinenlesbaren Teil des Reisepasses vermerkt sind, also in Großbuchstaben und zum Beispiel "OE" statt "Ö". Auch in der Folge, beispielsweise bei der »Geburtsstadt«, verzichtest du auf deutsche Umlaute. Wenngleich die Fragen in deutscher Sprache gestellt werden, sind die Antworten in Englisch zu geben, zum Beispiel »Germany« statt »Deutschland«. Bei einer Pull-Down-Auswahl besteht jedoch ohnehin keine andere Möglichkeit.

Wenn du mehrere Vornamen hast, müssen seit 2019 alle Vornamen eingetragen werden. Aufpassen musst du insbesondere bei der Eingabe der Reisepassnummer. Wenn du statt einer Null (»0«) den Großbuchstaben »O« eintippst, kann dies zu Problemen führen. Aber das ist leicht zu merken, denn der Buchstabe »O« kommt in deutschen Reisepassnummern niemals vor! Es muss sich also zwangsläufig um eine Null handeln! Dies kann in der Publikation des Bundesinnenministeriums nachgelesen werden.

Bei der Frage nach der »National Identification Number« ist die Nummer des Personalausweises gemeint. Wenn du »nur« über einen Reisepass verfügst, nicht aber über einen Personalausweis, sollte lediglich »UNKNOWN« (dt. unbekannt), »DOESNOTAPPLY« oder »DOESNOTEXIST« (ohne Leerstellen) eingetragen werden. Doppelte Staatsbürgerschaften müssen jedoch unbedingt genannt werden. Das Feld »Persönliche Identitätsnummer« ist für deutsche Staatsangehörige nicht relevant und deshalb ausgegraut. Die Fragen nach dem »Ausstellungsdatum« und der Gültigkeitsdauer beziehen sich wieder auf den Reisepass! Wer regelmäßig in die USA reist, für den lohnt sich gegebenenfalls die Mitgliedschaft im »CBP Global Entry-Programm«. Im Normalfall beantwortest du die Frage der »GE Mitgliedschaft« mit »Nein«.

[Werbung] Wie Du schon jetzt siehst, kann das Ausfüllen des ESTA-Antrags bisweilen etwas »tricky« sein. Wer möchte, kann den ESTA-Antrag deshalb auch von einem Dienstleister erledigen lassen. Bei visumantrag.de kostet diese Dienstleistung nur 29,95 Euro, wobei die 14 Dollar ESTA-Gebühr bereits enthalten sind.*


Nach der Eingabe der Namen deiner Eltern werden »Ihre Kontaktinformationen« abgefragt. Das könnte zu Verwirrungen führen. Eingegeben werden müssen selbstverständlich deine Kontaktinformationen und nicht die der Eltern. Im Pflichtfeld »Staat/Provinz/Region« gibst du das Bundesland deines Wohnortes an. Nicht mehr ganz neu ist die Tatsache, dass im ESTA-Antrag Informationen zu sozialen Medien, zum Beispiel zum Facebook-Account, abgefragt werden. Diese Angaben sind aber (noch) freiwillig.

Sollte sich das System mit »Ungültiger Straßenname« oder Ähnlichem melden, du dir aber sicher bist, dass deine Eingabe richtig ist, schickst du die Eingabe solange ab, bis ein Optionsfeld erscheint, mit dem du die Richtigkeit deiner Eingabe bestätigen kannst. Dieses Problem haben die Einwohner von Mannheim, wo die Adressen zum Teil nicht aus Straßennamen, sondern aus Buchstaben-Zahlen-Kombinationen bestehen, z.B. »D5 13«.

Etwas knifflig ist die Frage nach dem »ehemaligen Arbeitgeber«, wenn beispielsweise eine Hausfrau seit vielen Jahren aus dem Beruf ist. In diesen Fällen kann die Frage meines Erachtens mit »Nein« beantwortet werden. Nach meiner Erfahrung hat dies auf die Genehmigung keinen Einfluss.

Auf der Folgeseite wird nach einer U.S.-Kontaktperson gefragt. Wenn du nicht über einen entsprechenden Freund, Verwandten oder Geschäftspartner in den USA verfügst, trägst du hier bitte die Adresse des (ersten) Hotels ein. Da in diesen Fällen die »U.S.-Kontaktperson« mit der »Adresse während Ihres Aufenthalts in den USA« übereinstimmt, setzt du einen Haken bei »Siehe die oben gegebenen Informationen für den US-Ansprechpartner«. Daraufhin werden die Folgefelder automatisch gefüllt.

Die »Fragen betreffend Teilnahmeberechtigung« auf der Folgeseite beantwortest du im Normalfall sämtlich mit »Nein«.

Den Haken »Ausschließlich für Drittparteien« setzt du nur, wenn du den ESTA-Antrag für eine andere Person stellst. Wenn du den Antrag jedoch zum Beispiel für deine Reisebegleitung ausfüllst und es sich nicht um einen Gruppenantrag handelt, musst du diesen Haken nicht setzen. Schließlich liegen dir alle Angaben vor und für die US-Behörden macht es keinen Unterschied bzw. ist es nicht erkennbar, wer den Antrag ausgefüllt hat. Bei minderjährigen Kindern solltest du den Haken setzen. Schließlich erhältst du die Gelegenheit, die gemachten Angaben zu überprüfen.

Auf jeder einzelnen Seite muss »Bestätigen und Fortfahren« angeklickt werden. Es folgt eine »Verifikation«, bei der du deine Passnummer und persönliche Angaben erneut eingeben musst. Dadurch sollen Falscheingaben bei den wichtigsten Daten verhindert werden.

Abschließend gelangst du zur Bezahlseite. Am besten, du kopierst dir die Nummer des Antrags in die Zwischenablage, damit du diese beim Bezahlvorgang zur Verfügung hast. Bitte markiere das Feld »Verzichtserklärung«, bevor du mit der Bezahlung fortfährst.

Für den ESTA-Antrag wird eine Gebühr von derzeit 14 Dollar erhoben, die nur mit Kreditkarte und PayPal beglichen werden kann. Nachträgliche Änderungen der persönlichen Daten verursachen keine Kosten. Die ESTA-Genehmigung hat dann eine taggenaue Gültigkeit von zwei Jahren. Es kann also durchaus Sinn machen, die Erfassung der persönlichen Daten nicht zu früh vorzunehmen, damit auch die USA-Reise in zwei Jahren möglicherweise noch in den Genehmigungszeitraum fällt. Zu spät sollte der ESTA-Antrag allerdings auch nicht gestellt werden, um noch eventuelle Unklarheiten regeln zu können. Der Antrag kann im Prinzip zu jedem Zeitpunkt vor der Einreise gestellt werden, selbst wenn noch keine konkreten Reisedaten vorliegen. Die Genehmigung erfolgt gewöhnlich innerhalb weniger Sekunden. Ich empfehle aber, den Antrag bald nach der Reisebuchung zu stellen, um ausreichend Zeit für alle Eventualitäten zu haben. Was sind schon 14 Dollar im Verhältnis zum Reisepreis? Eine möglicherweise notwendige Beantragung und Erteilung eines US-Visums im amerikanischen Konsulat kann außerdem viel Zeit in Anspruch nehmen. Keinesfalls sollte man die 72-Stunden-Regel ausreizen und den Antrag erst auf den letzten Drücker stellen.Für eventuelle Änderungen deiner Daten solltest du dir die Auftragsnummer der ESTA-Genehmigung notieren.

Zwar soll es keine Verpflichtung geben, geänderte Daten zu berichtigen, ich empfehle jedoch wesentliche Änderungen vorzunehmen, damit die schönste Zeit des Jahres bei der Einreise in die USA nicht vorzeitig endet. Aus dem gleichen Grund rate ich dazu, die ESTA-Genehmigung auszudrucken und mitzuführen. Wenn du von einer vorangegangenen USA-Reise noch eine nicht abgelaufene ESTA-Genehmigung hast, können die Flugdaten allerdings nicht geändert werden. Gleichwohl bleibt die ESTA-Genehmigung gültig.

Wird die Genehmigung nicht unmittelbar nach der Onlineerfassung erteilt und du erhältst die Antwort, dass deine Genehmigung bearbeitet wird, musst du dich innerhalb der nächsten Tage erneut einloggen und prüfen, ob die Genehmigung mittlerweile erfolgt ist. Es erfolgt keine E-Mail-Benachrichtigung. Das Ausfüllen des Antrags am Bildschirm erfordert darüber hinaus auch etwas Zeit und Ruhe. Der Respekt vor dem »United States Department of Homeland Security« (DHS, Ministerium für Innere Sicherheit in den Vereinigten Staaten) lässt dich die Richtigkeit deiner Eintragungen mehrmals überprüfen – du wirst schon sehen! Und das wiederholt sich bei den Anträgen für alle Mitreisenden! Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Internetseite der US-Botschaft in Deutschland.

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