Sonntag, 8. März 2026 von Frank Rösner – ZUM NACHREISEN
Der perfekte Skitourenberg
Allerdings war ich an diesem Tag mit Schneeschuhen unterwegs. Im Nachhinein war das meines Erachtens auch die bessere Wahl. Zwar war der Berg oberhalb der Ehenbichler Alm trotz Sulz noch gut befahrbar, dort hätte ich mir auch Ski gewünscht. Der Forstweg von Rinnen (Rauth) bis zur Ehenbichler Alm war jedoch nicht mehr der Hit. Nicht dass es viele schneefreie Unterbrechungen gewesen wären, aber die Beschaffenheit des Untergrunds von sulzig bis vereist war nicht lustig.
Die Anfahrt erfolgt über Berwang zwischen Reutte und Lermoos. Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz in Rinnen (Rauth). Obwohl es ein Sonntag war, hatte ich Glück, einen Parkplatz zu bekommen. Das lag wohl auch am Saisonende. Als ich schon einmal zum Wandern dort war, wählte ich den Steig zur Ehenbichler Alm, also den kürzesten Weg. Jetzt, im Winter, befand sich dort ein Schild, man möge bitte den Forstweg bzw. Skiweg außenherum wählen. Das war mit Schneeschuhen ohnehin die bessere Wahl.
Dass auch ein Forstweg im Extremfall nicht lawinensicher ist, wurde mir bewusst, als ich eine Nasschneelawine passieren musste, die den Forstweg verschüttet hatte.
Nach etwa 2 Stunden erreichte ich die Ehenbichler Alm und setzte meinen Weg gleich fort Richtung Galtjoch. Es ging nicht mehr lange durch den Wald, dann erreichte ich das baumlose, breite Gipfelplateau. An der Abzweigung zur Abendspitze ging es links einen schönen Grat hoch bis zum Gipfelkreuz auf 2109 m, wo ich nach weiteren 1½ Stunden ankam.
Der Rundumblick reicht zu unzähligen Gipfeln. Direkt gegenüber liegt die Hintere Steinkarspitze, ebenfalls ein Skitourenziel, das sowohl von Rinnen, also auch aus dem Lechtal von Kelmen bestiegen werden kann. Dahinter blitzte die Schneehaube der Knittelkarspitze herüber, links davon die Namloser Wetterspitze.
Ganz prominent, schon während des gesamten Aufstiegs, fällt der Blick auf den Thaneller, den ich auch schon einmal im Winter bestiegen habe. Dieser wird umrahmt von Säuling, Hochplatte, Kreuzspitze und Kohlbergspitze. Weiter rechts liegen der Daniel und die Zugspitze.
Im Westen fällt der Blick auf die Tannheimer Berge mit Einstein, Kellenspitze, Gimpel und Gehrenspitze.
Im Osten sind Hönig und Wannig auszumachen.
Deutlich zu sehen sind der Hochvogel, während der Widderstein im hinteren Kleinwalsertal nur mit einer App ausfindig gemacht werden kann.
Schließlich sind der Schrankogel (3497 m) im Stubaital und die Urbeleskarspitze zu sehen.
Auf dem Rückweg gönnte ich mir in der Ehenbichler Alm die obligatorische Kaspressknödelsuppe und ein alkoholfreies Weißbier.
Der Abstieg außenherum über den Forstweg ging dann 1½ Stunden lang in die Knochen.
Fazit: Wenn im nächsten Winter ordentlich Schnee liegt, ist das Galtjoch meine erste Wahl für eine Skitour.
Bilder-Galerie
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Die Ehenbichler Alm -
Der Thaneller -
Die Kohlbergspitze -
Vom Thaneller zur Kohlbergspitze -
Lawine auf dem Forstweg -
Auf dem Galtjoch -
Von Säuling bis zum Thaneller -
Blick auf Steinkarspitzen und Knittelkarspitze -
Wunderschöner Grat -
Wunderschöner Grat -
Plateau vor dem Gipfelgrat -
Vom Thaneller bis zur Zugspitze -
Blick auf die Tannheimer Gipfel -
Gipfelkreuz mit Thaneller -
Mitte rechts der Hochvogel -
Mitte links die Namloser Wetterspitze -
Blick zurück beim Abstieg